Weiterbildung für Muslime
Rund 17.000 Euro gibt das Bundesland Hessen im Jahr aus für Weiterbildungen von Imamen und weiblichen Mitgliedern von Moscheen. Die Gelder werden vergeben im Rahmen eines Aufklärungsprojektes für Imame und weibliche Moschee-Mitglieder, welche von der Türkisch-Deutschen Gesundheitsstiftung ins Leben gerufen wurde. Das Land Hessen beteiligt seit 2008 an dem Projekt.
Innerhalb der Schulungen geht es vor allem um die Themen Gleichberechtigung, Gesundheit, Bildung, Toleranz, Gewaltprävention und Erziehung. Das Projekt soll vor allem zur besseren Integration der muslimischen Gemeinden in die deutsche Gesellschaft beitragen.
In den letzten Jahren wurden Schulungen in insgesamt vier muslimischen Gemeinden in Offenbach, Kassel und Gießen abgehalten. Insgesamt haben in etwa 320 Personen an einer Weiterbildung teilgenommen, welche innerhalb ihrer Gemeinde eine wichtige Rolle spielen.
Erreicht werden soll mit dem Projekt eine Zielgruppe, die sonst nur schwer zugänglich ist. Die Imame haben in islamischen Gemeinden eine wichtige Funktion als Berater und Vorbild.
Bis zum Herbst soll darüber hinaus über den angedachten Islamunterricht in hessischen Schulen abgestimmt werden. Voraussetzung für einen solchen Unterricht ist es laut Grundgesetz, dass die Religionsgemeinschaft über einen ausreichenden Organisationsgrad verfügt. Aus der Sicht von Experten ist dies bisher in Deutschland noch nicht gegeben.